Ohrgeräusche, oder Tinnitus?
Es pfeift, brummt, summt oder zischt für einige Sekunden im Ohr. Manchmal hält es auch ein paar Minuten an, aber dann verschwindet das Geräusch wieder. Dieses Phänomen ist völlig normal.
Anders verhält es sich, wenn das Ohrgeräusch, anhaltend auftritt, oder immer wieder über einen längeren Zeitraum wahrgenommen wird. In diesen Fällen spricht man medizinisch von einem Tinnitus (lat. „tinnire“ = klingeln).
Mögliche Ursachen für den Tinnitus
Ein Tinnitus kann durch eine Vielzahl von Faktoren ausgelöst werden. Oft ist er eine Reaktion des Gehörsystems auf eine Schädigung oder Überlastung:
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Lärmschäden: Knalltraumata oder langjährige Lärmbelastung.
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Ohrerkrankungen: Ein verstopfter Gehörgang, ein Tubenmittelohrkatarrh (Druckausgleichsprobleme) oder eine Mittelohrentzündung.
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Hörsturz: Plötzlicher, meist einseitiger Hörverlust.
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Stress: Psychische Belastung führt oft dazu, dass das Gehirn unwichtige Filtermechanismen abschaltet und innere Geräusche „nach oben“ lässt.
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Verspannungen: Probleme im Bereich der Halswirbelsäule (HWS) oder des Kiefergelenks (CMD).
Dauer und Verlauf
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Akuter Tinnitus: Besteht seit weniger als drei Monaten. Hier stehen die Heilungschancen sehr gut, oft verschwindet das Geräusch von selbst.
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Chronischer Tinnitus: Besteht länger als drei Monate. In dieser Phase liegt der Fokus weniger auf der „Heilung“, sondern auf der Habituation (Gewöhnung), damit das Geräusch im Alltag nicht mehr als störend wahrgenommen wird.
« Zurück zur LexikonübersichtWichtiger Hinweis: Ein plötzlicher Tinnitus sollte innerhalb der ersten 24 bis 48 Stunden ärztlich abgeklärt werden, besonders wenn er von Hörverlust oder Schwindel begleitet wird.