Schnelle Hilfe durch Druckausgleichstechniken
Entsteht beim Fliegen oder Sport der Druck im Ohr, können Übungen helfen, um die Ohrtrompete wieder zu öffnen. Bewege deinen Unterkiefer sacht nach rechts und links. Eine andere Möglichkeit ist, sich die Nase zuzuhalten und auszuatmen. Auch Gähnen, oder Kaugummi kauen kann helfen.
Die häufigsten Ursachen für Ohrendruck (akuter Tubenmittelohrkatarrh) sind Erkältungen, Stress und Fliegen. Beim Lösen des unangenehmen und teils schmerzhaften Gefühls können verschiedene Hausmittel helfen.
Die eustachische Röhre (Ohrtrompete) ist für den Druckausgleich des Mittelohrs zuständig. Sie ist normalerweise geschlossen und öffnet sich nur, beim Kauen, Schlucken oder Gähnen.
Bei Höhenveränderungen, oder Erkältungen kann die Ohrtrompete den Druck nicht mehr ausgleichen. Die häufigsten Folgen sind Schmerzen, Schwindel, Hörbeschwerden oder Missempfinden im Ohr.
Auch Stress kann Druck auf dem Ohr auslösen. Stress verengt die Gefäße und erhöht den Blutdruck, wodurch die feinen Hörnerven unter einer Unterversorgung leiden und es zu einem Fiep-Geräusch kommen kann. Schaut euch gerne die Beiträge zu den Themen Tinnitus und Hörsturz an, da findet ihr mehr zu dem Thema Ohrgeräusch.
Wenn der Ohrendruck durch Höhenunterschiede wie beim Fliegen, Tauchen oder bei Bergfahrten entsteht, können einfache Übungen zur Öffnung der Eustachischen Röhre (Ohrtrompete) helfen:
Schlucken, Gähnen und Kauen
Diese Bewegungen aktivieren die Muskeln im Rachenraum und können so die Eustachische Röhre öffnen, was einen Druckausgleich ermöglicht. Das Kauen von Kaugummi oder das Lutschen von Bonbons kann diesen Effekt fördern.
Valsalva-Manöver: Durckausgleich im Mittelohr herbeiführen
Atme ein, halte die Nase zu und presse die Luft bei geschlossenem Mund sanft in den Nasen-Rachen-Raum. Ein leises Knacken signalisiert den erfolgreichen Druckausgleich. Geh dabei vorsichtig vor, um das Trommelfell nicht zu schädigen.
Toynbee-Manöver: Der sanfte Druckausgleich
Halte dir die Nase zu und schlucke gleichzeitig. Dies kann ebenfalls helfen, die Ohrtrompete zu öffnen.
Hausmittel bei Erkältung und verstopfter Nase
Der Ohrendruck bei Erkältung entsteht dadurch, dass das Mittelohr durch die Verstopfung und die Raumforderung nicht mehr ausreichend belüftet werden kann. Das Ohr ist zu. Erst dann haben Viren und Bakterien die Möglichkeit, eine Mittelohrentzündung auszulösen. Deshalb ist es so wichtig, die Ohren freizubekommen bei Erkältung, bevor die Gabe von Antibiotikum notwendig wird.
Dampfinhalation
Das Einatmen von heißem Wasserdampf kann helfen, die Nasenwege zu befreien. Zusätze wie Kamille können dabei beruhigend und entzündungshemmend wirken. Halte dafür das betroffene Ohr über eine Schüssel mit heißem Wasser oder nutze einen Inhalator.
Zwiebelsäckchen
Die ätherischen Öle der Zwiebel wirken antibakteriell und entzündungshemmend. Hacke eine Zwiebel klein, wickel anschließend die Stücke in ein Tuch und lege dieses für etwa eine halbe Stunde auf das schmerzende Ohr.
Ausreichende Flüssigkeitszufuhr
Nutze Wasser und Tee als natürliche Helfer: Sie verflüssigen zähen Schleim und fördern das Abschwellen der Schleimhäute.
Hausmittel gegen Ohrendruck
Glücklicherweise gibt es eine Reihe von bewährten Hausmitteln, die Linderung verschaffen können. Die Wahl des richtigen Mittels hängt oft von der Ursache des Drucks ab, die von einer einfachen Erkältung bis hin zu Veränderungen des Luftdrucks reichen kann.
Nasenspülung mit Kochsalz
Eine Nasendusche kann für Erleichterung sorgen. Löse einen Teelöffel Salz in 250 Milliliter warmem Wasser auf. Spüle deine Nase gerne mehrmals täglich mit der Nasendusche durch. Sie wird an der Nase angesetzt und vorsichtig gekippt, dabei ist der Mund offenzuhalten. Am besten über dem Waschbecken, oder über einer Schüssel spülen.
Ohrendampfbad mit Teebaumöl
Ist der Auslöser für den Druck eine Infektion, kann Teebaumöl helfen. Koche Wasser auf, und geben einige Tropfen Teebaumöl hinein. Halte nun das betroffene Ohr über den Dampf. Lege den Kopf auf die Seite und fülle die nur noch lauwarme!!! Mischung ins Ohr. Nach 5 Minuten legen den Kopf auf die andere Seite und lasse das Öl wieder abfließen. Achtung bei Allergien!
Beruhigung durch Kamille
Auch das Inhalieren von Kamille kann beruhigend wirken, oder Balsam aus der Apotheke, der auf Brust und Rücken aufgetragen wird.
Erhöhte Schlafposition einnehmen
Schlaf mit erhöhtem Oberkörper: Ein zweites Kissen unter dem Kopf unterstützt den Sekretabfluss und entlastet deine Nebenhöhlen spürbar.
Sanfte Massage anwenden
Eine leichte Massage der Bereiche um das Ohr und den Kiefer kann Verspannungen lösen und die Durchblutung fördern, was ebenfalls zur Linderung beitragen kann.
Wurde der Ohrendruck erfolgreich gelöst?
Ohrendruck ist meist ein Zeichen dafür, dass die Eustachische Röhre ihre Aufgabe – den Druckausgleich im Mittelohr – nicht mehr richtig erfüllen kann. Ob durch Höhenunterschiede, eine Erkältung oder Stress bedingt: Die Wahl der richtigen Methode entscheidet über den Erfolg der Linderung.
Die wichtigsten Strategien im Überblick:
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Mechanischer Druckausgleich: Bei schnellen Höhenwechseln (Fliegen, Sport) helfen aktive Bewegungen wie Gähnen, Kauen oder Schlucken. Gezielte Techniken wie das Valsalva-Manöver (sanftes Pusten gegen die zugehaltene Nase) oder das leisere Toynbee-Manöver (Schlucken bei zugehaltener Nase) öffnen die Ohrtrompete effektiv.
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Hilfe bei Infekten: Ist eine Erkältung die Ursache, steht die Befreiung der Atemwege im Fokus. Dampfinhalationen (z. B. mit Kamille), Nasenspülungen mit Kochsalz und eine erhöhte Schlafposition fördern den Sekretabfluss und mindern die Schwellung.
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Entzündungshemmende Hausmittel: Klassiker wie das Zwiebelsäckchen oder punktuelle Anwendungen mit Teebaumöl (als Dampfbad oder lauwarme Mischung) nutzen natürliche ätherische Öle, um Bakterien zu bekämpfen und Schmerzen zu lindern.
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Ganzheitliche Entspannung: Da auch Stress durch Gefäßverengungen zu Ohrbeschwerden führen kann, helfen sanfte Massagen der Kieferregion und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, um das System zu entlasten.
Wichtig: Das Ziel aller Maßnahmen ist es, eine Belüftung des Ohrs wiederherzustellen, bevor sich eine schmerzhafte Mittelohrentzündung festsetzen kann. Sollten die Beschwerden jedoch mit starkem Schwindel, Fieber oder anhaltenden Hörproblemen einhergehen, ist eine fachärztliche Abklärung unumgänglich.